Die Planung der Unternehmensnachfolge ist komplex. Dabei kann vieles schiefgehen und eine reibungslose Abwicklung verhindern. Nachfolgend möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Hindernisse einer gelungenen Nachfolgeregelung im Wege stehen könnten.

 

Die zehn Stolpersteine

1) Es fehlt an klaren Zukunftsvorstellungen seitens des Unternehmers und der Unternehmerfamilie. Eine nicht vorhandene oder zu ungenau definierte Eignerstrategie kann schnell dazu führen, dass die Nachfolgeregelung im Betrieb fehlerhaft angegangen wird.

 

2) Der Unternehmer trifft die relevanten Entscheidungen alleine. Dies kann zu einem suboptimalen Ergebnis führen, da potenzielle Interessenkonflikte mit der Familie oder den Partnern zu spät erkannt und gelöst werden.

 

3) Die Nachfolgeregelung wird aufgeschoben, ignoriert oder verdrängt. Oft kommt es vor, dass eher emotionale als gute sachliche Ursachen dafür verantwortlich sind. Aus diesem Grund kann es passieren, dass die Nachfolgelösung erst viel zu spät vorbereitet und realisiert wird.

 

4) Es werden unrealistische oder zu wenig abgesicherte Nachfolgeregelungen ohne Erwägung von Alternativen verfolgt. Sollten sich die gesetzten Pläne später nicht realisieren lassen, ist es meistens zu spät, um eine bessere Lösung zu implementieren.

 

5) Die Kompetenz und die Motivation des Nachfolgers werden falsch eingeschätzt. Dies kann dazu führen, dass die mangelnde Qualifikation und Motivation erst nach Auftreten von schlechten Ergebnissen erkannt werden.

 

6) Persönliche oder finanzielle Interessen des Unternehmensinhabers oder der Familie stehen der optimalen Lösung für das Unternehmen im Weg. Beispielsweise kann dies der Fall sein, wenn eine familienexterne Lösung – auch wenn sie die beste Option darstellt – aus emotionalen Gründen verhindert wird oder beim Verkauf auf nicht realisierbare Preisvorstellungen bestanden wird.

 

7) Steuer- und Vermögensplanung sowie erb- und gesellschaftsrechtliche Fragen werden vernachlässigt oder überbewertet. Es kann somit dazu kommen, dass keine optimale Gesamtlösung entsteht, weil gewisse Teilaspekte vernachlässigt oder zu sehr priorisiert werden.

 

8) Es fehlt an genügend qualifizierten Beratern für die Spezialbereiche. Die mit der Nachfolgeregelung einhergehenden Herausforderungen und komplexen Fragestellungen werden daher nicht mit der nötigen Expertise behandelt.

 

9) Die Nachfolge wird zu spät oder zu wenig klar kommuniziert. Das kann dazu führen, dass Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten verunsichert werden und sich deshalb unbegründet vom Unternehmen abwenden.

 

10) Dem Unternehmer fällt es schwer, loszulassen und auf seine Führungsrolle zu verzichten. Somit erschwert er seinem Nachfolger die selbstständige Führung des Unternehmens.

Angelehnt an UBS Outlook Nachfolge im Unternehmen

Natürlich ist diese Liste nicht abschliessend und es existieren weitere Gründe, welche die Nachfolgeregelung erschweren können. Die hier genannten zehn Stolpersteine sollen jedoch gewisse Anhaltspunkte liefern, um sich ein besseres Bild über die potenziellen Herausforderungen machen zu können. Sie sollen dazu beitragen, dass die Unternehmensnachfolge oder der Firmenkauf möglichst reibungsfrei verlaufen. 

Gründer swisspeers

"Damit die Finanzierung der Firmenübernahme nicht zum Stolperstein wird, helfen wir Ihnen dabei gerne mit unserer innovativen Finanzierungslösung."

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