Firmenleasing

Leasing für Firmen richtig verstehen

Beim Stichwort Leasing denken die meisten an Autos. Allerdings ist dies nur eine von vielen Möglichkeiten, die Leasing bietet. Sei es das Leasing eines Geschäftsfahrzeugs, eines LKWs, einer Maschine oder von Anlagen – Firmenleasing gewinnt auch für Schweizer Unternehmen seit längerer Zeit immer mehr an Bedeutung.

Doch was ist Leasing? Welche Vorteile bietet Firmenleasing für das Unternehmen? Wie funktioniert Leasing? Was kann geleast werden? Welche Formen und Arten von Leasing gibt es? Wie unterscheidet sich Firmenleasing von anderen Finanzierungsformen

Auf dieser Seite beantworten wir diese Fragen und verschaffen Klarheit zu Leasing im Allgemeinen und zu Firmenleasing im Besonderen.

Leasing für Unternehmen – warum ist es wichtig?

Ganz einfach: Veränderte Marktbedingungen fordern flexible Finanzierungslösungen. Oder etwas ausführlicher: Sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen, der Wettbewerbsdruck sowie die Globalisierung zwingen Schweizer Firmen sich schneller und flexibler an neue Marktbedingungen anzupassen. Die traditionellen Finanzierungsformen reichen hierfür nicht aus. Unternehmen sind gezwungen sich nach alternativen Finanzierungsinstrumenten umzusehen. Firmenleasing ist eines davon und verspricht Abhilfe. Gerade für Schweizer KMU bietet Firmenleasing grosses Potenzial und stellt eine interessante Finanzierungsalternative zum Kauf oder zum Firmenkredit dar.

 



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Leasing Definition: Was ist Leasing?

Leasing ist eine attraktive Finanzierungslösung, mit der Investitionsgüter der neusten Generation genutzt werden können, ohne sie zu kaufen. Die hohe Anfangsinvestition in teuren Maschinen, Fuhrparks und Anlagen fällt weg. Für deren Nutzung wird lediglich eine Leasingrate (Leasingzins + Amortisation) bezahlt. Mit dem Leasingobjekt wird der Ertrag erwirtschaftet, mit dem die Leasingzinsen bezahlt werden («Pay as you earn»-Prinzip). Da das Kapital des Unternehmens nicht im Anlagevermögen gebunden ist, steht es für weitere Investitionen zur Verfügung.

Juristisch ausgedrückt bedeutet Leasing: die Gebrauchsüberlassung eines Investitionsgutes auf Zeit gegen Entgelt.

Wikipedia definiert Leasing wie folgt:

«Leasing (von englisch to lease ‚mieten‘, ‚pachten‘) ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag oder ein atypischer Mietvertrag. Der Begriff hat in der öffentlichen Kommunikation jedoch überwiegend eine umfassendere Bedeutung als Finanzierungsalternative, bei der das Leasingobjekt vom Leasinggeber beschafft und finanziert wird und dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Eine einheitliche Definition des Begriffs Leasing gibt es jedoch weder in der Wirtschaftspraxis noch in der Literatur.»

Leasing ist allerdings nicht gleich Leasing. Der Leasingvertrag kann vielfältig gestaltet werden. Infolgedessen gibt es verschiedene Erscheinungsformen von Leasing. Letztere behandeln wir ebenfalls auf dieser Seite.

 



Für wen eignet sich Firmenleasing?

Firmenleasing steht allen Unternehmen, Selbständigen und juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts als Finanzierungsinstrument zur Verfügung:

  • Kleine oder mittlere Unternehmen (KMU)
  • Grossunternehmen
  • Kantone, Gemeinden, Öffentlich-rechtliche Körperschaften und Anstalten
  • Spitäler, Forschungseinrichtungen, Flughäfen, Schulen etc.
  • Selbständigerwerbende wie Ärzte, Zahnärzte, Landwirte etc.

Bei der Beantragung eines Leasings prüft der Leasinggeber die Bonität des Leasingnehmers. Mit anderen Worten: der Leasingnehmer sollte über eine solide finanzielle Basis verfügen und eine langfristige strategische Ausrichtung vorweisen können. Deswegen ist Firmenleasing keine Finanzierungslösung bei schlechten Bonitäten.

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Nutzen für Firmen: Was macht Leasing so interessant?

Unternehmen bleiben wettbewerbsfähig

Wenn ein Unternehmen seine Technologie schnell auf den neusten Stand bringen will, um Marktchancen zu nutzen und wettbewerbsfähig zu bleiben, so muss es laufend Investitionen in Anlagen oder Maschinen tätigen. Das hat ein hoher finanzieller Aufwand zur Folge. Das Geld wird meist über einen KMU Kredit beschafft oder das Unternehmen finanziert die Anschaffungen selbst und setzt dafür eigene Mittel ein. Das Problem dabei: das Kapital ist in den Anlagen gebunden und steht nicht für anderweitige unternehmerische Vorhaben zur Verfügung. Hingegen verschafft Firmenleasing dem Leasingnehmer einen grösseren Liquiditätsspielraum.

Firmenleasing schont die Liquidität

Setzt das Unternehmen für die Finanzierung der Anlageinvestitionen Leasing ein, so schlägt es zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Unternehmen finanziert moderne Technologien, ohne sein Eigenkapital anzutasten. Beim Leasing steht die Nutzung eines Wirtschaftsguts im Vordergrund, nicht das Eigentum. Demzufolge schont Leasing Liquidität, wahrt den unternehmerischen Spielraum und treibt gleichzeitig Innovationen voran.

Immer die neuste Technologie

Dank Firmenleasing können Maschinen, Anlagen oder Fuhrparks permanent erneuert werden, denn die hohe Anfangsinvestitionen fallen aus. Leasing wirkt sich bilanzneutral aus, daher bleiben die Finanzierungsspielräume des Unternehmens intakt. Ausserdem sind die Gesamtkosten gegenüber anderen Finanzierungsformen meist günstiger.

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Leasing Vor- und Nachteile (aus Firmensicht)

Firmenleasing ist ein beliebtes Finanzierungsinstrument in der Schweiz. Der Grund liegt auf der Hand: Leasing bietet im Vergleich zu anderen Finanzierungslösungen entscheidende Vorteile. Nichtsdestotrotz hat Leasing auch Nachteile. Ein Unternehmen tut gut daran sich mit Leasing und anderen Finanzierungsformen auseinanderzusetzen. Denn ein guter Finanzierungsmix, der auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt ist, macht das Unternehmen langfristig erfolgreicher. Bei objektbezogenen Investitionen ist Firmenleasing auf jeden Fall eine Alternative, die Sie prüfen sollten. 

Diese Tabelle mit Vor- und Nachteilen von Firmenleasing soll Ihnen eine Entscheidungshilfe sein:

 Leasing Vorteile Leasing Nachteile
  • Schont die Liquidität
    Investition ohne Kapitaleinsatz
  • Fördert Innovation
    Stets moderne Technologie im Einsatz
  • Erhöht Wettbewerbsfähigkeit
    Kapazitäten im Unternehmen schnell anpassbar
  • Mehr unternehmerischer Spielraum
    Freie Mittel dort einsetzbar wo wirklich nötig
  • Genauere Kalkulation & Budgetierung
    Leasingraten ändern sich während Leasingdauer nicht
  • Individuelle Vertragsgestaltung
    Mehr Flexibilität gegenüber Barkauf oder Kredit
  • "Pay as you earn"-Prinzip
    Raten finanziert durch die Nutzung des Leasingobjekts
  • Kein Eigentum am Objekt
    Eigentümer ist der Leasinggeber
  • Fester Fixkostenblock
    Leasingraten sind ein fixer Aufwandposten
  • Nutzung nur gegen Bezahlung
    Wegnahme des Leasingobjekts bei Nichtzahlung der Raten
  • Feste Leasinglaufzeit
    Leasingvertrag nicht vorzeitig kündbar
  • Keine Veräusserungsbefugnis
    Verkauf des Investitionsobjekts nicht möglich
  • Höhere Kosten
    Leasing ist teurer als der Barkauf
  • Steuervorteile
    Leasingraten als Betriebsaufwand absetzbar
→ Mehr Leasing Vorteile → Mehr Leasing Nachteile

 

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Leasing Ablauf: Wie funktioniert Firmenleasing?

Leasing im Gewerbebereich spielt sich in den meisten Fällen zwischen drei Parteien ab: dem Leasingnehmer, dem Leasinggeber und dem Lieferanten des Investitionsobjekts. Der Leasinggeber koordiniert in der Regel den Leasingablauf und stellt so eine ordnungsgemässe Abwicklung des Leasinggeschäfts sicher.

In der Praxis hat sich der folgende Leasingablauf etabliert:

Firmenleasing Leasing Ablauf Drei Parteien Leasingvertrag Grafik PfeileAbbildung: Typischer Leasing Ablauf bei einem Leasingvertrag mit drei Parteien

  1. Der Leasingnehmer wählt sein Wunschobjekt beim Lieferanten aus und verlangt ein detaillierte Offerte
  2. Zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer wird der Leasingvertrag abgeschlossen 
  3. Der Leasingnehmer bestellt das Objekt und weist den Lieferanten an die Rechnung an den Leasinggeber zu senden
  4. Der Lieferant liefert das Leasingobjekt an den Leasingnehmer, der die Pflicht hat es auf Vollständigkeit und Mängel zu prüfen
  5. Nach Abnahme des Leasingobjekts durch den Leasingnehmer, bezahlt der Leasinggeber die (Schluss)Rechnung des Lieferanten
  6. Der Leasingnehmer (Besitzer) nutzt das Leasingobjekt und bezahlt die Leasingraten an den Leasinggeber (Eigentümer)

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Leasingobjekte: Was können Firmen leasen?

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Die Palette an leasbaren Objekten lässt keine Wünsche offen. Beim Firmenleasing kann grundsätzlich zwischen Mobilien-Leasing und Immobilien-Leasing unterschieden werden. Mobilien sind Investitionsgüter wie z.B. Maschinen, Nutzfahrzeuge, Hardware und Laborgeräte. Immobilien sind z.B. Lagergebäude oder Produktionshallen. Kurzum: leasbar sind fast alle Objekte des Anlagevermögens, die für längere Zeit im Unternehmen verbleiben und direkt oder indirekt der Leistungserstellung dienen. Die Bandbreite an Leasinggegenständen ist demnach sehr gross. In der Schweiz ist Mobilien-Leasing (sog. Investitionsgüterleasing) weitaus verbreiteter als Immobilien-Leasing.

Die nachfolgende Liste führt Beispiele von Investitionsgütern auf, die sich für Mobilien-Leasing eignen:

  • Nutzfahrzeug Leasing: Lastwagen (LKW), Fahrerkabine, Sattelauflieger, Lieferwagen, etc.
  • Baumaschinen: Bagger, Kran, Muldenkipper, Betonmischer etc.
  • Kommunalfahrzeuge: Linienbus, Polizeifahrzeug, Rettungsfahrzeug, Winterdienstfahrzeug etc.
  • IT Leasing: Computer, Laptop, Tablet, Drucker, Server etc.
  • Maschinen Leasing: CNC-Maschine, Werkzeugmaschine, Industrie-Roboter, Verpackungsmaschine etc.
  • Lebensmittelherstellung: Abfüllanlage, Knetmaschine, Produktionslinie, Ofen etc.
  • Landmaschinen: Traktor, Mähdrescher, Forstmaschine, Melkanlage etc.
  • Medizintechnik: Magnetresonanztomograf (MRI), Ultraschallgerät, Dialysegerät, Arzt- und Zahnartzpraxis Ausstattung etc.
  • Pharmatechnik: Reinraumtechnik, Tablettenpresse, Laborgerät, Analysegerät etc.
  • u. v. m.

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