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Working Capital

Was ist Working Capital?

Working Capital Definition

Working Capital, zu Deutsch Betriebskapital, gibt als Bilanzkennzahl Auskunft über die Finanzierung eines Unternehmens.

Das Working Capital ist die Differenz zwischen dem Umlaufvermögen und dem kurzfirstigen Fremdkapital der Firma:Working Capital Bilanzkennzahl

Das Working Capital gibt Auskunft über zwei Bereiche:

  • Liquidität
  • Finanzierungsbedarf

Working Capital als Maßstab der Liquidität

Positives Working Capital bedeutet, dass das Umlaufvermögen des Unternehmens die kurzfristigen Verbindlichkeiten abdeckt.

Das Umlaufvermögen kann im Unterschied zum Anlagevermögen schnell in liquide Mittel umgewandelt werden.  So können diese Mittel bei Bedarf schnell eingesetzt werden, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu tilgen. Das Working Capital stellt die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicher.


Working Capital als Finanzierungsbedarf

Working Capital ist aber nicht gratis und muss finanziert werden, z.B. durch einen verzinslichen Kontokorrentkredit. Kann also das Working Capital reduziert werden aufgrund der Optimierung von Vorratsbeständen oder einem strengen Debitorenmanagement, verbessert sich die Rentabilität des Unternehmens, weil die Zinsaufwendungen tiefer ausfallen.

 

Working Capital Management

Das Working Capital kann optimiert werden durch das sogenannte Working Capital Management. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Senkung der Vorratsbestände durch Bestandsoptimierung bis hin zur just-in-time Belieferung.

  • Senkung der Debitorenbestände durch kürzere Zahlungsziele, strikteres Mahnwesen oder Factoring.

  • Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten durch Verhandeln längerer Zahlungsziele bei den Lieferanten.

 

Working Capital Ratios

Working Capital Ratio 1:

Die Kennzahl zeigt, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen finanziert werden kann. Liegt der Wert über 100% ist ein Teil des Umlaufvermögens langfristig finanziert. Das ist gut und deutet auf eine robuste Finanzierung hin. Liegt der Wert unter 100% ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens weniger gut.

Working Capital Ratio 2:

Das Working Capital ins Verhältnis zum kurzfristigen Umlaufvermögen zeigt wieviel Prozent des Umlaufvermögens langfristig finanziert sind. 30% ist in den meisten Fällen als gut zu bezeichnen.

 

Working-Capital-Intensität:

Das Verhältnis des Working Capitalszum Umsatz zeigt wie effizient ein Unternehmen das Kapital einsetzt. Vergleiche müssen innerhalb derselben Branche angestellt werden.

 

Working-Capital berechnen: Excelvorlage

Hier können Sie ein Excelsheet herunter laden und mit wenigen Eingaben die oben erläuterten Kennzahlen für ihre Firma berechnen:

 Kennzahlen Excel herunterladen

 

Working Capital Deutsch: Betriebskapital

Betriebskapital ist die Deutsche Übersetzung von Working Capital. Betriebskapital wird anstelle des Begriffs Umlaufvermögen verwendet und bezeichnet die Vermögensteile, die einem laufenden Umsatz unterliegen, z.B. Rohstoffe, Halb- und Fertigprodukte, von der Firma geleistete Anzahlungen oder Debitoren.

  

Studie zum Supply Chain Management und Working Capital

Die Universität St.Gallen SG gib jährlich eine Studie heraus zum Thema Working Capital Management. Die Studie kann hier heruntergeladen werden: Working Capital Management Studie 2018 - Supply Chain Finance Einführung.

 

Working Capital Finanzierung

Wie kann das Betriebskapital finanziert werden? Ein Variante ist der Betriebskredit von swisspeers. Mehr Informationen dazu und einen Kreditrechner finden sie hier: Liquidität & Sicherheit